Solidarität mit den Serben-Angreifern
Viele Kroaten hegen immer noch Hassgefühle.
Wie groß der Hass auf die Serben 15 Jahre nach Kriegsende noch immer ist, haben die jüngsten kroatischen Übergriffe auf zurückgekehrte serbische Flüchtlinge nahe der Stadt Zadar deutlich gemacht. Betrunkene Kroaten aus dem Nachbarort hatten in Biljane Donje am Montag mehrere Heimkehrer-Familien attackiert und deren Häuser angezündet.
Das offizielle Kroatien reagierte mit einer klaren Verurteilung der Tat – Präsident Stipe Mesic reiste sogar persönlich zu den Betroffenen, um ihnen seine Solidarität zu bekunden. Die serbischen Kriegsverbrechen von einst seien keine Rechtfertigung für derartige Übergriffe. “Im heutigen Kroatien gelten europäische Standards”, erklärte Mesic. Die Polizei nahm daraufhin vier Tatverdächtige aus dem Nachbardorf Skabrnja fest. Die dortigen Bewohner empfinden das als Staatsverrat und hielten am Freitag vor dem Gefängnis in Zadar eine Solidaritäts-Kundgebung für die Häftlinge ab.
Quelle: wienerzeitung.at
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