Slowenien vs. Kroatien – Der Streit geht weiter

Erschienen in: Wirtschaft und Politik in Kroatien
Erschienen am: 14.09.2006

Nachbarschaftsliebe zwischen Slowenien und Kroatien kann man momentan nicht unbedingt erkennen, wie ein neuer Zwischenfall zeigt.

Slowenien: Aufregung um Grenzzwischenfall mit Kroatien

Slowenien hat bei der kroatischen Regierung heute wegen der Festnahme mehrerer Journalisten im umstrittenen Grenzgebiet am Mura-Fluss protestiert. Slowenien werde über den Zwischenfall auch die Europäische Union informieren, sagte Außenminister Dimitrij Rupel in Ljubljana.

Gestern Nachmittag besetzten schließlich mindestens 50 slowenische Polizisten aus Spezialeinheiten das nördliche Ufer des Grenzflusses und sicherten damit das slowenische Staatsterritorium ab, berichten slowenische Medien.

Die Verhältnisse an der Grenze haben sich in der letzten Zeit verschlechtert, weil die kroatische Regierung beschlossen hat, am Nordufer der Mur (Mura) einen Damm zum Schutz gegen Überschwemmungen aufzubauen. Dieses Gebiet gehört nach slowenischer Auffassung dem slowenischen Staat, aber die Grenzen kroatischer Katastergemeinden reichen auch über den Fluss.

Diese Katastergrenzen sind nach kroatischer Auffassung kroatisches Staatsgebiet. Daraus entstand eine Kontroverse, die immer wieder zu Streitigkeiten führt.

Slowenien wolle die Lage an der slowenisch-kroatischen Nordgrenze nicht dramatisieren, aber die Gefahren für die Verschlechterung der Beziehungen zum Nachbarstaat auch nicht unterschätzen.

Das sagte der slowenische Regierungschef Janez Jansa gestern Abend am Rande einer Dringlichkeitssitzung der Chefs aller im Parlament vertretener Parteien.

Die spätabendliche Nachrichtensendung des slowenischen Fernsehens war fast zur Gänze der gespannten Lage an der Murgrenze und den äußerst scharfen Reaktionen aus Zagreb gewidmet.

Quelle: ORF.at

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Croatia Blog - 22.05.2012
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