Kroatischer Tierschützer ließ sich in einen Käfig einsperren
Zagreb - Eingesperrt in einem engen Käfig hat ein Umweltschützer in Kroatien kurz vor Ostern für einen Verzicht auf Eier von Legebatterie-Hennen geworben. “Wir haben diese Aktion jetzt organisiert, weil gerade zu dieser Zeit am meisten Eier konsumiert werden und aus Anlass dieser Feierlichkeiten die Tiere am meisten missbraucht werden”, sagte Anita Euschen von der Tierschutzorganisation Freunde der Tiere am Freitag in Zagreb. Zum Wohl der Hühner sollten die Menschen an Ostern gar keine Eier essen und sich stattdessen verzierte Eier aus Holz kaufen. Der Chef der Tierschutzgruppe, Luka Oman, hatte sich am Donnerstag auf einem Platz im Zentrum von Zagreb in einen engen Käfig sperren und erst 24 Stunden später befreien lassen.”Die industriell zum Eierlegen gehaltenen Hühner erleiden unvorstellbare Schmerzen”, sagte Oman. Auch er hatte es während seiner Zeit im Käfig nicht leicht. Ein aufgebrachter Bürger kam mit einer Tüte voller Eiern und bewarf die Tierschützer damit. Erst die Polizei habe ihn stoppen können, berichtete Euschen. Die Tradition des Eieressens zu Ostern geht auf das Mittelalter zurück: Nach 40-tägiger Fastenzeit durften Katholiken an Ostern endlich wieder Eier essen.
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