Menschenrechtler kritisieren Umgang mit Serben in Kroatien
Eines der kritischsten Themen in Kroatien ist Rückführung der serbischen Flüchtlinge nach Kroatien. Auch wenn sich vieles verbessert hat, steht dieser vor allem mental zu bewältigende Prozess noch am Anfang. Hier ein aktueller Artikel zu der Problematik:
Menschenrechtler haben den Umgang mit serbischen Flüchtlingen in Kroatien kritisiert. Nach Kroatien zurückkehrende Serben stiessen in dem EU-Kandidatenland auf zahlreiche Probleme, erklärte Human Rights Watch.
In einem am Dienstag in Brüssel veröffentlichten Bericht kritisierte die Organisation, die Rückkehrer würden Opfer von Gewalt und Einschüchterungen, verlören Wohnrechte und hätten nur begrenzten Zugang zu Jobs im öffentlichen Dienst.
Wenn Kroatien der Europäischen Union beitreten wolle, müsse sich die Regierung ernsthafter um eine Verbesserung der Lage dieser Bevölkerungsgruppe bemühen, erklärte Human Rights Watch. Während des Krieges in den Jahren 1991 bis 1995 seien 350 000 ethnische Serben aus ihren Häusern in Kroatien geflüchtet.
Die kroatische Regierung habe 120 000 Rückkehrer gezählt, doch liege diese Zahl sicherlich niedriger. Viele Serben blieben wegen der schlechten Lebensbedingungen nur kurz im Land und gingen nach Serbien oder Bosnien und Herzegowina zurück.
Quelle: zisch.ch
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