Barroso ermutigt Kroatien bei EU-Beitrittsbestrebungen

Erschienen in: Wirtschaft und Politik in Kroatien
Erschienen am: Donnerstag Februar 16, 2006

Das macht Mut für die laufenden Beitrittsverhandlungen.

EU-KOmmissionspräsident Jose Manuel Barroso hat Kroatien am Mittwoch bei seinen Bestrebungen zur Mitgliedschaft in der Europäischen Union Mut gemacht. Die frühere jugoslawische Republik sei ein Leuchturm der Hoffnung in der unruhigen Balkanregion, sagte Baroso am Mittwoch nach einem Treffen mit Ministerpräsident Ivo Sanader bei einem Besuch in Zagreb. Die Beitrittsverhandlungen der EU mit Kroatien haben vor vier Monaten begonnen. Zagreb war der erste Stopp von Barroso auf einer viertägigen Reise durch den Balkan, die ihn noch nach Serbien-Montenegro, Albanien, Mazedonien and Bosnien-Herzegowina führen wird, die ebenfalls in die EU wollen.

Quelle: dieneueepoche.com 

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Verschiebt Barroso den EU-Beitritt von Kroatien?

Manipulation beim Spiel Kroatien - Serbien in der Handball EM?

Erschienen in: Sport
Erschienen am: Donnerstag Februar 16, 2006

War es manipuliert?

Schwere Anschuldigungen gegen Serbien und Vujovic

Der serbische Nationaltrainer Veselin Vujovic steht wieder einmal im Mittelpunkt einer unerfreulichen Geschichte für den Handballsport. Der frühere Olympiasieger Vujovic, nicht zuletzt aufgrund seines Kung-Fu-Tritts nach dem Champions League-Spiel gegen Flensburg auch den deutschen Fans bestens bekannt, soll bei der EM in der Schweiz seine Mannschaft aufgefordert haben, das Spiel gegen Kroatien zu verlieren. Serbien, bereits zuvor ohne Chancen auf das Halbfinale, verlor die Partie und Kroatien zog in das Halbfinale ein.

Bereits in der vergangenen Woche berichteten serbische und kroatische Zeitungen von den Manipulationsvorwürfen gegen Veselin Vujovic und verwiesen auf einen serbischen Nationalspieler, der allerdings anonym bleiben wollte. In der größten spanischen Sportzeitschrift Marca untermauerte jetzt Torhüter Arpad Sterbik die Vorwürfe, dass zunächst Vujovic und dann auch zwei Offizielle des serbischen Verbands die Mannschaft gebeten hätten das Spiel zu verlieren. Dafür habe die serbische Auswahl in der Zukunft “etwas gut”.

Im Spiel selbst war von einer “Manipulation” nur wenig zu erkennen. Beide Teams gingen, wie erwartet, mit großem Engagement zur Sache, davon zeugen über zwanzig Strafminuten und drei Rote Karten. Mit einem Zwischenspurt nach der vierzigsten Spielminute, als Serbien mit sechs Toren in Folge von 20:20 auf 26:20 davonzog, fiel die Entscheidung, am Ende gewann Kroatien mit 34:30 und zog so in das Halbfinale ein. Bei einer Niederlage wäre die kroatische Auswahl das verlorene Spiel gegen Russland aus der Vorrunde zum Verhängnis geworden, aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs wäre die russische Auswahl in das Halbfinale eingezogen.

Sterbik hatte zunächst die aufkeimenden Vorwürfe abgestritten, dann aber gegenüber der “Marca” doch eingelenkt. Bestätigt werden die Vorwürfe auch vom ehemaligen serbischen Nationalspieler Dragan Skrbic, der erklärte, ein Gespräch zwischen Sterbik und dessen verletzten serbischen Torhüterkollegen Dejan Peric mitgehört zu haben. In diesem soll Sterbik erzählt haben, dass zunächst Vujovic ihn beim Essen und später noch zwei Funktionäre gebeten hätten das Spiel zu verlieren. “Er lügt nicht, er ist ein großer Sportsmann und Patriot. Als Mitglied der ungarischen Minderheit in Serbien hätte er auch für die ungarische Nationalmannschaft spielen können, aber er hat das abgelehnt, um für Serbien und Montenegro zu spielen”, so Skrbic in der “Marca”.

Kurz darauf hat auch der ebenfalls in Spanien spielende Zikica Milosavljevic die Vorwürfe bestätigt. Der serbische Mannschaftsführer erklärte, dass Sterbik die Wahrheit sage und kündigte an, dass schon bald eine Erklärung der serbischen Nationalspieler folgen werde. Diese sei bereits verfasst, müsse aber noch von einigen Spielern unterschrieben werden.

Vujovic selbst wehrte sich unterdessen gegen die Vorwürfe. In serbischen Medien erklärte er, dass die Bitte das Spiel zu verlieren nur ein Motivationstrick gewesen sei. Obwohl für Serbien das Verfehlen des Halbfinals bereits vor der Partie fest stand, sollte seine Mannschaft alles geben. Er habe daher erwartet, dass seine Spieler diese Bitte ablehnen und dann vor dem Spiel auch klar gestellt, dass er einen Sieg seiner Mannschaft erwarte. Zudem erklärte Vujovic, dass er die serbische Zeitschrift Politika verklagen werde, die behauptet hatte, dass er und der kroatische Vizepräsident Zoran Gobac gemeinsam auf einen kroatischen Sieg mit mindestens vier Toren Unterschied gewettet haben sollen.

Quelle: sportal.de 

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Fußball für Kroaten Symbol der Unabhängigkeit

Erschienen in: Sport
Erschienen am: Donnerstag Februar 16, 2006

Ein toller Artikel zur Bedeutung von Fußball in Kroatien:

«Fußball ist keine Frage von Leben oder Tod, Fußball ist viel mehr und ist viel wichtiger.» Diese bemerkenswerte Aussage eines britischen Trainers gibt ungefähr die Stimmung der kroatischen Nation vor der Weltmeisterschaft in Deutschland wieder.

Als der kroatische Fußball-Verband Mitte Januar den Startschuss für den Ticketverkauf gab, hatten sich in den ersten Stunden genau 96 438 Interessenten angemeldet. Inzwischen sind es mehr als 100 000 Bewerber für 12 000 Eintrittskarten geworden.

In einem relativ armen Land mit einem Drittel der erwerbsfähigen Bevölkerung ohne Arbeit ist also jeder 40. Bürger bereit, beträchtliche Geldmittel für die Auftritte der «Feurigen» (Vatreni) in den deutschen Stadien auszugeben. Der billigste Ticket-Satz für sieben Spiele kostet 474 Euro, das Luxus-Paket rund 1828 Euro - ohne die Reisekosten, Unterkünfte und andere Spesen. «Wer kann sich so was bei uns leisten?», fragt ein Rentner am Zagreber Bauernmarkt, der auf jede Kuna (1 Euro etwa 7,6 Kuna) gut aufpassen muss.

Gegen diese «Wucherpreise» haben vor allem die echten Fußballfans protestiert. «Die Eintrittskarten können sich nur Vaters Söhne leisten, diese beschissenen Schlipsträger», sagt empört Denis Seler, Anführer der berüchtigten Bad Blue Boys (BBB), der gut organisierten Fangemeinden von Dinamo Zagreb. Nur 300 Eintrittskarten-Sätze waren für diese oft prügelbereiten Jungs vorgesehen. Zu wenig, wie sie meinen. Aber die BBB und andere Fangemeinden werden auch ohne Karten nach Deutschland reisen. «Wir werden uns schon zurechtfinden», sagt Seler vielsagend.

In den deutschen Städten werden sie sich mit den zahlreichen, dort lebenden Kroaten zusammen tun. «Am 13. Juni, wenn wir gegen Brasilien spielen, werden Kroaten die Straßen Berlins regieren», versichert Nationalspieler Josip Simunic von Hertha BSC. Er rechnet mit mindestens 30 000 kroatischen Fans im und vor dem Olympiastadion. Auch aus Australien, wo er früher sein Geld als Profi verdient hat, hätten sich schon Kroaten bei ihm angemeldet.

In Kroatien ist der Fußball eine Frage der nationalen Ehre, aber zugleich auch Propagandainstrument und Ersatz für wirtschaftliche Niederlagen. In der seit 1991 unabhängigen früheren jugoslawischen Republik gilt ein Drittel der 4,5 Millionen Einwohner als arm, 70 Prozent fühlen sich subjektiv als arm. Da können Siege im Sport, vor allem aber im Fußball, heilsame Wirkungen auf verwundete nationale Seelen ausüben.

«Wenn es keinen Krieg gibt, ist der Sport jener Bereich, an dem sich die Völker erkennen», hat der autoritäre Präsident Franjo Tudjman einmal gesagt. Zu Lebzeiten bekam er zumindest einen Beweis für seine These: Bei der WM in Frankreich 1999 errangen die Spieler mit den Schachbrett-Trikos den dritten Platz und gingen damit «für alle Ewigkeit» in die Geschichte ein, wie die Presse lobte. Für Kroatien war es die Krönung des Weges zur Unabhängigkeit, der mit den kriegerischen Auseinandersetzungen auf dem eigenem Territorium mit aufständischen Serben blutige Spuren hinterlassen hat.

Kroatien hat seit 1994 an allen WM-Turnieren teilgenommen. Nach dem dritten Platz in Frankreich folgte 2002 das frühe Scheitern. Es wurde von einem breiten Publikum als nationale Tragödie und sogar als Verrat erlebt. Jetzt rechnet jeder mindestens mit dem Vordringen in das Achtelfinale, mit Japan und Australien als schlagbare Vorrunden-Gegner und der Besonderheit, dass das Spiel gegen den Inselkontinent ein «Brudertreffen» zu werden verspricht. Für Australien sind voraussichtlich fünf Spieler mit kroatischer Herkunft im Einsatz.

Quelle: yahoo.de 

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Croatia Blog - 29.08.2008
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