Russland und Kroatien vereinbaren die Regulierung der sowjetischen Verschuldung
Russland und Kroatien haben sich auf eine Regulierung der sowjetischen Verschuldung gegenüber Ex-Jugoslawien geeinigt. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichneten Russlands stellvertretender Finanzminister Sergej Stortschak und der kroatische Finanzminister Ivan Suker am Montag.
Das berichtete das Presseamt des russischen Außenministeriums.
Russland und fünf Rechtsnachfolgerstaaten der ehemaligen Bundesrepublik Jugoslawien hatten noch im September 2003 ein multilaterales Memorandum über die Regelung der ehemaligen Verschuldung der Sowjetunion in Höhe von 1,292 Milliarden Clearing-Dollar unterzeichnet. Der Vereinbarung zufolge wurde jeder Clearing-Dollar in 62,5 US-Cent umgerechnet. Im Ergebnis betrug die sowjetische Verschuldung gegenüber Ex-Jugoslawien rund 800 Millionen US-Dollar.
Die sowjetischen Schulden wurden unter den ehemaligen jugoslawischen Bundesrepubliken aufgeteilt. Auf Kroatien kamen 297,1 Millionen Clearing-Dollar, auf Bosnien und Herzegowina 200,3 Millionen Clearing-Dollar, auf Mazedonien 96,9 Millionen Clearing-Dollar, auf Serbien und Montenegro 490,9 Millionen Clearing-Dollar, auf Slowenien 206,7 Millionen Clearing-Dollar.
Wie bereits berichtet, will Russland die Schulden gegenüber Serbien und Montenegro mit Maschinen und Anlagen für Wasser- und Wärmekraftwerke sowie für den Bau von Erdgas- und Erdölpipelines abtragen.
Quelle: de.rian.ru
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