Auf den Spuren des Markuslöwen von Venedig nach Istrien.
Hier ein toller Beitrag, der die Rolle Venedigs auf Istrien beschreibt.
Der bronzene Rücken der geflügelten Großkatze auf der Säule vor dem Dogenpalast muß so heiß sein, daß man Spiegeleier darauf braten könnte. 34 Grad bei 96 Prozent Luftfeuchtigkeit herrschen in Venedig - dabei ist nicht einmal Hochsommer. Da nutzt die ganze Grazie der Serenissima nichts, wenn der Reisende auf der Schattenseite der Gassen von einem Caffè ins andere wankt. Unerträglich schwül kann es in der Lagune sein, in der Stadt “eingeklemmt zwischen Marmor und Meer”, wie der zeitgenössische Autor Michelangelo Muraro schreibt. Kein Wunder daher, daß die Venezianer, nachdem sie auf ihren Pfahlbauten den Überfällen der Barbaren entronnen waren und eine reiche Handelsrepublik wurden, sich nach passenden Sommerfrischen umsahen. So wurden entlang der Kanäle im Veneto gleichfalls prachtvolle Palazzi errichtet, in denen man während der heißen Jahreszeit residierte. Man reiste standesgemäß in sogenannten “Burchiellos” an: mit Ledertapeten, Spiegeln und Gemälden ausgestatteten, privaten Schiffen.
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